Interdisziplinäres Brustzentrum Villingen-Schwenningen | Tuttlingen
 
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Strahlentherapie u. Radioonkologie VS

 
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Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ist interdisziplinär eingebundener Kooperationspartner im Interdisziplinären Brustzentrum Villingen-Schwenningen und Tuttlingen. Aufgrund der Häufigkeit von Brustkrebs gehören die Strahlentherapie der Brust sowie die ebenfalls interdisziplinär abgesprochene Behandlung von brustkrebsbedingten Metastasen zu einem unserer Behandlungsschwerpunkte.
Während es bei der postoperativen Strahlentherapie der Brust insbesondere um die Verringerung des lokalen Rückfallrisikos, aber auch um die Optimierung der Heilungschancen geht, zielt die Strahlentherapie von Metastasen auf einen Erhalt der Lebensqualität, auf eine Schmerz- und Symptomreduktion sowie - im Falle von Knochenmetastasen - zudem auf eine Stabilisierung des betroffenen Skelettabschnittes ab.

Aufklärung
Ist im gemeinsamen Tumorboard die Empfehlung zur Durchführung einer Strahlentherapie ausgesprochen worden, ist es sinnvoll und notwendig, dass sich die Patientin - gerne auch mit Angehörigen - in unserer Ambulanz über den Sinn und über mögliche Begleiterscheinungen der Behandlung aufklären lässt und sich über den organisatorischen Ablauf der Strahlentherapie informiert.

Durchführung der Strahlentherapie
Erklären Sie sich einverstanden, folgt die exakte Planung der Bestrahlung mittels Computertomographie und individueller 3-D-Planung, um das bestmögliche Therapieresultat zu erzielen und gleichzeitig Nebenwirkungen zu vermeiden. Dabei gilt: möglichst hohe Dosen im Tumor bzw. der Tumorregion und möglichst niedrige Dosen im umgebenden gesunden Gewebe. Die Kontrolle des Bestrahlungsplanes erfolgt direkt am Bestrahlungsgerät (virtuelle Simulation). Danach folgt sofort die Behandlung, die selbst nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Sie erstreckt sich bei einer Brustbestrahlung zumeist über 5-7 Wochen täglich. Hintergrund ist die niedrige Einzeldosis pro Tag (Fraktion): je niedriger die Einzeldosis, desto verträglicher ist die Therapie und umso geringer ist das Risiko für Spätnebenwirkungen. Eine große Anzahl von Einzelbestrahlungen ist also nicht als besonders aggressive Therapie zu betrachten, sondern ist besonders schonend. Im Falle von Metastasen dauert die Behandlung 1-4 Wochen.
Im Rahmen der Vorbereitungen zeichnen wir Markierungen auf die Haut des Patienten, anhand derer wir das geplante Bestrahlungsfeld über den gesamten Zeitraum der Behandlung immer wieder genau reproduzieren können. Es ist also sehr wichtig, dass für diese Zeit die Markierungen erhalten bleibt.
Diese Vorbereitungen für die Bestrahlung und natürlich auch die Bestrahlung selbst benötigen Ihre und unsere Zeit und Geduld. Unser Team aus Ärzten, Physiker, Medizinisch-technischen Assistenten und Schreibkräften braucht ausdrücklich Ihre Mitarbeit, damit die Behandlung gelingt. Die Technik der Bestrahlungsgeräte dominiert zwar die medizinische Behandlung, doch steht die menschliche Fürsorge bei uns im Vordergrund.

Ausstattung der Klinik
Wir verfügen in unserer Klinik über folgende, hoch moderne Geräte:
 
  • 2 kompatible Linearbeschleuniger mit Multi-Leaf-Kollimatoren
    (6 und 18 MV Photonen, 4-18 MeV Elektronen)
  • Portal-Image-System zur Kontrolle der täglichen Bestrahlungen
  • 1 Computertomograph
  • 3-D-Planungssystem
  • 1 Afterloading-Einheit
  • variable Lagerungshilfen zur korrekten, reproduzierbaren Positionierung
 


Mögliche Nebenwirkungen der Radiotherapie
Nebenwirkungen der Bestrahlung sind aufgrund der neuen Bestrahlungstechniken und -geräte deutlich seltener und deutlich weniger ausgeprägt als es noch vor wenigen Jahren der Fall war. Bei der Bestrahlung unterscheidet man prinzipiell akute Nebenwirkungen, die bereits in den Wochen während der Therapie auftreten, von den inzwischen sehr selten gewordenen Spätreaktionen, die Monate bis Jahre danach eintreten können. Da die Strahlentherapie eine lokal wirksame Maßnahme ist, beschränken sich die Nebenwirkungen - mit Ausnahme von eventueller Müdigkeit und der Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (Fatigue-Syndrom) - in der Regel auf die Region des Bestrahlungsfeldes.
Es versteht sich von selbst, dass wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, um Begleiterscheinungen der Bestrahlung vorsorglich entgegenzutreten bzw. frühzeitig zu behandeln. Natürlich ist in hohem Maß ebenfalls auch Ihre aktive Mithilfe gefragt.

  • Mögliche Nebenwirkungen im Bereich der Haut (insbesondere im Brustbereich)
    Sie sollten einige Tipps beachten, um die Beeinträchtigung der Haut (Rötung, Pigmentierung) durch die Bestrahlung zu lindern oder sogar ganz vermeiden zu können:
    Die Pflege der zu bestrahlenden Region sollte nach Absprache mit dem Bestrahlungsteam erfolgen.
    Alle mechanischen Reizungen durch beengende Kleidung, Reibung, Gürtel oder ähnlichem sollte vermieden werden.
    Chemische Reizung durch Körperpflegeprodukte (Parfüms, Deo, etc.) sollten vermieden werden.
    Selbst wenn die Haut gegen Ende der Therapie wund werden sollte, helfen einfache Pflegemaßnahmen, damit die Haut wieder komplett abheilt. Chronische Nebenwirkungen der Haut sind selten geworden.
  • Weitere mögliche Nebenwirkungen bei der Bestrahlung der Brust
    Nach Operation, Chemo- und Radiotherapie kann es manchmal zu einem Lymphstau in der Brust und/oder des Armes kommen. Hier hilft die Durchführung der Lymphdrainage, die häufig genug schon direkt nach der Operation begonnen wird. Heutzutage sind chronische Lymphödeme glücklicherweise selten geworden.
    Ein kleiner Teil der Frauen berichtet zwischenzeitlich und manchmal auch nach der Radiotherapie über Hustenreiz aufgrund einer geringen Belastung des unter der Brust liegenden Lungengewebes. Sehr selten sind akute/späte Nebenwirkungen am Herzen, der Schilddrüse und - in der Praxis nahezu nicht relevant - Nebenwirkungen an Nervengeflechten.
  • Mögliche Nebenwirkungen im Falle von Knochen- und/oder Hirnmetastasen
    Werden Knochenmetastasen bestrahlt, treten relativ selten relevante Nebenwirkungen auf. Letztlich hängt es in hohem Maße von der zu bestrahlenden Region ab, welche Begleiterscheinungen möglich sind. In der Halsregion stehen z.B. leichte Schluckbeschwerden im Vordergrund. Wird die Brustwirbelsäule bestrahlt, kommt es eventuell zu etwas Sodbrennen und/oder Völlegefühl. Bei Bestrahlungen der Lendenwirbelsäule und im Becken treten manchmal Durchfall und/oder Blasenentzündungen auf. Übelkeit und Erbrechen sind höchst selten. Insgesamt ist die Therapie gut verträglich.
    Unter der Therapie von Hirnmetastasen können im Wesentlichen Allgemeinsymptome wie z.B. Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen auftreten. Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass es durch die Radiotherapie zu einer Persönlichkeitsveränderung oder gar zu Intelligenzverlust kommt. Dennoch ist die Radiotherapie sicherlich anstrengend; zudem wird es zu einem, in Abhängigkeit von den Vorbehandlungen möglicherweise dauerhaften Verlust der Haare kommen. Wir vermitteln Ihnen natürlich gerne einen entsprechenden Kontakt zu einem ausgebildeten Friseursalon.


Unsere Patienten-Informationsblätter zur Prophylaxe und Behandlung von Nebenwirkungen
finden Sie unter folgendem Link: http://www.sbk-vs.de/index.php?id=248 
Genauere Hinweise bekommen Sie durch uns bei der ersten Bestrahlung, außerdem können Sie weitere Informationen unseren Broschüren entsprechend der zu bestrahlenden Region entnehmen. Außerdem steht Ihnen Frau Harrina Obenaus als ambulante Pflegeberatung gerne zur Verfügung.

Noch Eines zum Schluss
Die Durchführung der Radiotherapie ist für die meisten Menschen etwas komplett Ungewohntes, etwas Neues. Wir stehen dafür, Sie mit den besten Informationen zu versorgen und Sie ausführlich und ehrlich zu beraten.
Unser Ziel ist die Durchführung einer Therapie nach interdisziplinärer Absprache und auf der Basis des (inter)nationalen Standards - und wir wollen immer noch ein bisschen besser sein!
Bitte fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gerne, damit diese notwendige und hilfreiche Behandlung für Sie hilfreich ist und bleibt.

Ihr Team von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

 Adresse und Sprechstunden Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen
   

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Prof. Dr. med. Stephan Mose

Klinikstr. 11
78052 Villingen-Schwenningen
Montag - Donnerstag: 08:00 - 16:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 15:00 Uhr
Telefon: 07721 / 93-3401
Telefax: 07721 / 93-3409
www.sbk-vs.de

 

 

 

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